Weichteilbrüche (Hernien)
Unter einer Bruchlücke versteht man eine Schwachstelle bzw. eine Defektsituation in der Weichteilummantelung der Bauchhöhle, durch die innerhalb eines sich ausbildenden Bruchsackes Gewebeanteile oder sogar ganze Organabschnitte ihre Position außerhalb der Bauchhöhle verlagern können. Das Krankheitsbild wird dann als Weichteilbruch oder Hernie bezeichnet.
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Vor der Therapie steht stets die Diagnose. Bei den im Laufe des Lebens erworbenen Hernien bedeutet dies, etwaige Ursachen infolge eines konsumierenden Grundleidens (z.B. Tumorleiden) oder andauernde Erhöhungen des Binnendrucks in der Bauchhöhle (z.B. bei massiven Hustenstößen bei chronischer Bronchitis) auszuschließen bzw. vorher zu behandeln.
Die operative Behandlung der Inneren Hernien ist wegen der erforderlichen Nachbeobachtung an einen (kurzen) stationären Aufenthalt gebunden - und soll daher hier nicht weiter besprochen werden.
Bei den anderen Weichteilbrüchen ist die ambulante Operation möglich. Sie wird von vielen (gesetzlichen wie privaten) Krankenkassen heute sogar gefordert. Ein stationäres Vorgehen wird meist nur noch bei Vorliegen besonderer Umstände bezahlt.
An dieser Stelle darf erwähnt werden, dass in der Chirurgischen Praxis Lechhausen bereits seit 1993 Weichteilbrüche ambulant operiert wurden, die Praxis somit eine gewisse Vorreiterrolle gespielt hat.
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