Operative Behandlung von Krampfadern

Eine frühzeitige Operation kann, insbesondere wenn erst das oberflächliche Venensystem bzw. die Verbindungsvenen betroffen sind, den Krankheitsverlauf bremsen. Sobald sich die ersten Krampfadern zeigen, sollten Betroffene daher den Arzt aufsuchen. Je früher die Venenschwäche behandelt wird, desto höher stehen die Chancen, eine erfolgreiche Therapie einzuleiten und das unvermeidlich rasche Fortschreiten der Funktionsstörung zu bremsen. Umgekehrt schmälert jeder Aufschub die Aussichten, unbefallenes Gewebe und gesunde Venenklappen zu erhalten.

Gegenüber den zuvor genannten konservativen Maßnahmen haben invasive Verfahren allerdings echte Heilungsaussichten und werden bei uns seit Jahren erfolgreich ambulant durchgeführt. Die
Verödung (= Sklerosierung) ist geeignet bei sehr kleinen Krampfadern oder Besenreisern, wobei mit einer sehr feinen Nadel ein Verödungsmittel in das Gefäß injiziert wird. So versiegelte Gefäße werden schließlich vom Körper abgebaut. Das Bein ist nach dem Eingriff wieder voll belastbar. Wir empfehlen an dieser Stelle allerdings vielmehr den Einsatz hierzu besonders geeigneten Lasers, wie er z.B. auch der Aesthetics, Medicine & Technology Corp. (Tel.: 0821-7292882 oder aesthetics@bayern-mail.de; www.aemt-corp.de) verwendet wird.

Bei größeren Krampfadern empfiehlt sich deren direkte
operative Entfernung, wobei hier wiederum zu unterscheiden ist, ob nur einzelne Äste oder gar größere Stammvenen, die ebenfalls direkt unter der Haut liegen und zum oberflächlichen System gehören, oder eben die bereits erwähnten Verbindungsvenen betroffen sind. Je nach Ausmaß sind dann hier Operationen bei Lokalanästhesie oder Allgemeinnarkose erforderlich. Dennoch ist auch hier meist ein ambulantes Vorgehen möglich.

Es werden dann die kleineren Venen und Seitenäste über kleinste Stichinzisionen mit einer
Häkchentechnik beseitigt. Größere Stammvenen wurden bislang mittels der Stripping-Methode entfernt. Hierbei setzt der Chirurg ca. 2-3 cm lange Hautschnitte in der Leiste bzw. Kniekehle und der jeweils tiefsten Erkrankungsstelle der Stammvene, meist auf Knöchelhöhe. Mit einer in der Vene fixierten Sonde gelingt dann die Entfernung der Vene über derlei minimal-invasive Zugänge.

Eine Modifikation hierzu stellt die
Kryo-Methode dar, bei der die Vene zum Herausziehen nicht mittels Naht auf der Sonde fixiert wird, sondern durch extreme Kälteeinwirkung mit dieser verklebt.

Als relativ neue Methode hat sich die
endovaskuläre Operationsform entwickelt, bei der die Stammvenen nicht entfernt ("gestrippt") werden, sondern durch die Anwendung von Laser- oder Radiofrequenzverfahren (VNUS) verschlossen werden. Für diese Techniken liegen mittlerweile nun auch schon gut 10-Jahresergebisse mit gleicher Ergebnisqualität vor. Der Vorteil der Methodik ist die absolut geringere Belastung des Patienten, wobei die Eingriffe meist sogar in örtlicher Betäubung möglich sind.


Je nach Schwere des jeweiligen Befundes und Ihrer persönlichen Umstände wird dabei der für Sie bestgeeigneten Behandlungsplan festgelegt.

Eine abgestufte Nachsorge und unterstützende physiotherapeutische Maßnahmen tragen zu einem raschen Heilungsprozess bei.

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